Wetterrückblick Januar 2026

Heuer gab es im Januar wieder einmal einen richtigen Wintermonat. Er war mit einer Durchschnittstemperatur von – 0,6 Grad der kälteste seit dem Jahr 2017. Allerdings war es 2017 noch um 3,2 Grad kälter (-3,8 Grad). Seit 7 Jahren gab es keinen einzigen Wintermonat mehr, der im Durchschnitt unter 0 Grad lag. Dennoch lag der Januar 2026 nur um 0,8 Grad unter dem Durchschnitt der 30 Jahre zwischen 1990 und 2019. Im Osten Österreichs war es hingegen noch bedeutend kälter.
In Feldkirch-Nofels gab es nur 2 frostfreie Tage und im ganzen Monat 7 Eistage (ganztägig unter 0 Grad). Außerdem gab es ebenfalls seit 2017 die kälteste Nachttemperatur mit -15,2 Grad. Der 6. Januar war der kälteste Tag an dem das Thermometer nicht über – 4 Grad stieg. Anfangs Monat schneite es zwar an 6 Tagen, doch blieb die Schneemenge nur bei etwa 20 cm im Tal. Der Schnee blieb jedoch durch die kalten Temperaturen über 20 Tage liegen. Ab dem 12. des Monats wurde es bis zum 17. tagsüber durch leichten Föhn etwas milder. Am 14. gab es ein einziges Mal über 10 Grad. Dann aber kam der Nebel im Tal für einige Tage, während es auf den Bergen über 1000 m meist sonnig blieb. Die Niederschlagssumme des Monats blieb jedoch deutlich unter dem normalen Wert. Die 34 Liter/m2 sind nur halb so viel wie der langjährige Durchschnitt. Die Skigebiete hatten Glück, denn durch die kalten Nächte konnten die Pisten mit technischem Schnee ausreichend beschneit werden.

Bemerkenswert waren auch die Polarlichter am 19. Januar, die jedoch aufgrund von Nebel nur oberhalb des Rheintals sichtbar waren. Es waren die stärksten Polarlichter die in letzter Zeit über Vorarlberg zu bestaunen waren - nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Farbtöne zwischen pink, rot und grün.

 

Statistische Daten:

 

Höchste Temperatur: +10,3 Grad am 14. 1.

Tiefste Temperatur:  - 15,2 Grad am 6. 1.

Monatsdurchschnittstemperatur: - 0,64 Grad (um 0,8 Grad unter Durchschnitt)

Eistage: 7

Frosttage: 29

Kalte Tage unter 10 Grad: 30

Regentage: 9

Tage mit Schneefall: 6

Gesamtniederschlagsmenge: 34 Liter/m2 (halb so viel wie normal)

Sonnenstunden: +14% 

Beitrag:  Edi Walser (Wetterstation Feldkirch-Nofels)

Foto 1: Blick von Wildhaus (CH) auf das verschneite Rheintal, 4. Januar

Foto 2: Feldkirch Nofels, Schnee bis ins Tal, der in Schattenlagen bis Monatsende liegen blieb, 11. Januar

Foto 3: Polarlichter, Foto-Webcam Vorderälpele, 19. Januar

Foto 4: Wenig Schnee auf den Bergen, Restschneedecke im Walgau, Hoher Frassen 24.Januar